Powder-Alarm am Arlberg: Fünf Tiefschneehänge ohne Aufstieg

Aus dem ArlMagazin:

Powder-Alarm am Arlberg: Fünf Tiefschneehänge ohne Aufstieg

Tiefschneefahren am Arlberg - Wo findet man die schönsten Tiefschneehänge ohne Aufstieg? Das Arlmont Hotel verrät fünf Freeride-Abfahrten in St. Anton, Arlberg

Seither ist es für zahlreiche Wintersportbegeisterte viel mehr Lebenseinstellung als Trend. Rund um St. Anton am Arlberg wird die Faszination Tiefschnee wortwörtlich erfahrbar. Wer wissen will, wo die schönsten Powder-Hänge warten, sollte sich die nachfolgenden Zeilen nicht entgehen lassen. Denn das Beste am Tiefschnee-Paradies St. Anton ist, dass etliche Pulverhänge mit dem Lift, also ohne mühsamen Aufstieg, erreichbar sind. 

Dass die vorgeschlagenen Hänge von jedem erreicht werden können, heißt aber noch lange nicht, dass jeder eine Abfahrt wagen sollte. Nur wirklich geübte Skifahrer haben ihre Freude am Variantenfahren. Außerdem darf eines nicht vergessen werden: Wagt man sich in freies Gelände, verlässt man den markierten Skiraum. Für die eigene Sicherheit ist man dann ausschließlich selbst verantwortlich und auch die Lawinengefahr muss man eigenständig beurteilen.

© TVB St. Anton am Arlberg, Foto: Sepp Mallaun

Mattun & Schindlerhänge: Pulver-Challenge für wahre Könner

Als Early Bird in den Powder? Vom Hotel Arlmont aus, das mitten in St. Anton am Arlberg und dabei doch direkt an der Skipiste liegt, ist genau das möglich! Mit der Nassereinbahn geht’s auf den Gampen und mit dem Sessellift hinauf auf den Kapall mit 2.330 m. Dort wird das freie Gelände befahren, genauer gesagt das Mattun: Breite Hänge mit verschiedenen Neigungen führen hinunter in das Steißbachtal, durch welches eine blaue Piste führt. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder man fährt entspannt ins Tal zur Galzig- oder Gampenbahn oder, wenn man noch immer das Adrenalin vom Powdern spürt, kann die Route erneut bezwungen werden. Mit Mattun- und Kapalllift ist man in kürzester Zeit zurück am Gipfel. Im Mattun kann man sich übrigens ausgezeichnet selbst herausfordern, indem man versucht, die ganze Abfahrt non stop zu schaffen. Je nach Schneebeschaffenheit erfordert das eine Menge Ausdauer, Kraft und vor allem die richtige Technik!

Eine Alternative nach der Mattun-Abfahrt eröffnet sich nach einer Fahrt mit dem Sessellift Zammermoosbahn auf den Galzig. Von dort einfach den neuen Schindlergrat Sessellift ausprobieren, während der Pause im Lift das weite Panorama genießen und schon tun sich weitere Off-Pisten-Varianten auf. Ganz ohne Bäume präsentiert sich das Terrain. Steile Hänge östlich des Sessellifts – Schindlerhänge genannt – führen wieder auf die präparierte Piste. Anschließend gelangt man mit der Schindlergratbahn wieder in die Höhe. Denn natürlich muss die andere Seite der Schindlerhänge ausprobiert werden und auch die Schweinströge westlich des Lifts locken. Wegen ihrem Gefälle sollten sie allerdings nur von wahren Könnern gewählt werden.

Bachseite: Einmal Variantenfahren für zwischendurch

Für einen kurzen Ausflug in den Powder eignet sich die Bachseite. Vom 2.185 m hohen Galzig fährt man in Richtung der schwarzen Kandahar-Piste, doch bevor diese steil abfällt, biegt man links in Richtung Norden in die Bachseite ab. Eine steile, kurze Pulverabfahrt mündet schließlich in einer leichten Piste im Steißbachtal. Von dort geht’s entweder ins Tal oder mit dem Sessellift Zammermoosbahn wieder zurück auf den Galzig.

Auch im Süden St. Antons tun sich am Rendl Varianten abseits der Piste auf. Um sie zu erreichen, wählt man vom Dorfzentrum aus die Rendlbahn und besteigt anschließend die Rifflbahn I und II. Danach gilt es einen kurzen Hang zu queren und schon eröffnen sich die Weiten der Rossfall-Hänge. Über eine etwas längere Tiefschnee-Abfahrt gelangt man zum Maaßlift. 

© TVB St. Anton am Arlberg, Foto: Sepp Mallaun

Madloch: Ein Tagesziel in die Tiefschnee-Weiten des Arlbergs

Darf’s etwas mehr sein? Dann ist ein Tagesausflug nach Madloch zu empfehlen. Schon die Anfahrt wird zum Genuss, immerhin haben auch präparierte Pisten ihren Charme. Also einfach mal die Skier laufen lassen und ein bisschen Carven. Zuerst führt die Schindlergratbahn Tiefschneefans vom Skigebiet St. Anton über eine lange Abfahrt vorbei an der Ulmerhütte in Richtung Stuben. Nach einer Fahrt mit der Flexenbahn, die St. Anton am Arlberg mit Lech-Zürs verbindet, sind die Freeridehänge vom Madloch beinahe schon greifbar. Hinunter nach Zürs und dort den Sessellift Seekopf bestiegen, fehlt nur mehr die Bahn hinauf aufs Madloch Joch. Ein kurzes Pistenstück führt zum Einstieg ins Gelände nach Madloch-Mitte. Man könnte fast vergessen, dass man sich in einem Skigebiet befindet, denn weit und breit gibt es nur schneebedeckte Berge. Nach der Off-Piste Abfahrt an der Talstation in Zug angekommen geht’s mit dem Sessellift ins Lecher Skigebiet. Von Lech aus führt die Rüfibahn Richtung Zürs und die schon bekannte Flexenbahn gondelt schließlich zurück ins Skigebiet nach St. Anton.

Zuerst die Sicherheit, dann das Powder-Vergnügen

Tiefschneefahren ein kreatives Spiel mit alpinem Gelände und Schnee. Mitspielen kann man allerdings nur, wenn man gewisse Regeln befolgt:

Grundvoraussetzungen sind das Wissen über alpine Verhältnisse, eine gute Fahrtechnik und die Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen. Denn beim Powdern wird das gesicherte Skigebiet verlassen. Genau das ist der besondere Reiz, der bei unerfahrenen und unwissenden Wintersportlern schnell zur Gefahr wird. Also „safety first“– vor allem dann, wenn man es bei den spektakulären Freeride-Varianten gar nicht mehr erwarten kann. Eine vollständige Lawinenausrüstung ist Pflicht! Und alle, die auf Nummer Sicher gehen wollen, können das in St. Anton am Arlberg in Begleitung eines alpinen Guides. Eine Entscheidung, die sich allein schon deshalb lohnt, weil im Off-Pisten-Bereich logischerweise jegliche Markierungen fehlen.

Tiefschnee-Basislager mit ****S

Frischer Powder ist ein kostbares Gut, dementsprechend gilt am Arlberg: Wer zuerst kommt, kann – mit dem entsprechenden Neuschnee – die ersten Spuren im Hang ziehen. Lässt neuer Schnee auf sich warten, verwandeln sich die Hänge nach ein paar Tagen in herausfordernde Buckelpisten und werden zum Trainingsgelände, um die eigene Technik zu verfeinern. Als ideale Ausgangsbasis, um die Pisten ganz allgemein und den Tiefschnee im Speziellen schnellstmöglich zu erreichen, bietet sich das Hotel Arlmont in St. Anton am Arlberg an, ebenso natürlich, wenn die Oberschenkel nach einem abenteuerlichen Tag im meterhohen Pulverschnee so richtig brennen. Dann helfen Wärme und Entspannung im hauseigenen Wellness-Bereich. Vom Rooftop-Pool hat man die Gipfel des Arlbergs bestens im Blick. Perfektes Ambiente, um die nächste Powder-Tour zu planen!

© TVB St. Anton am Arlberg, Foto: Sepp Mallaun

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